Die Chancen, den ökologischen und landschaftsschützerischen Aspekten mehr Gewicht zu verleihen, ist vergeben worden. Weder konnten spürbare Verbesserungen im Schutz des Siedlungs- und Landschaftsraumes erreicht werden, noch gelang es einen ökologischen Ansatz im Umgang mit natürlichen Ressourcen und dem knappen Gut Boden verbindlich festzuschreiben.
Die bürgerliche Mehrheit setzte sich durch um Eigen- und Partikularinteressen vor jene der Allgemeinheit zu stellen. Sie haben es zu verantworten, dass nötige Anreize zur Abfallverminderung ausbleiben, welche Impulse für die Wirtschaft geben könnten. Ihr ist es zu verdanken dass ein höherer Bahnanteil für Transporte Utopie bleibt, statt dass auch hier echte CO2-Reduktion erfolgen könnte. Im Transport von und nach den Materialabbaugebieten wurde es verpasst einen um 10% höher angesetzten Bahntransportanteil einzutragen. Statt ehrgeizige Ziele zu definieren, will die Parlamentsmehrheit eine wenig zukunftsträchtige Zielgrösse von 35% Bahnanteil.
Das Bedürfnis nach einem intakten Landschaftsbild und das Wissen um gesundheitliche Folgen von elektromagnetischer Strahlung haben stark zugenommen. Gegen unsere Anstrengungen verfügte das Parlament, dass Hochspannungsleitungen nicht konsequent unter den Boden verbannt werden.
Das knappe Resultat gegen die Ausdehnung der öffentlich zugänglichen Flächen am Ufer des Zürichsees zeigt, dass immerhin fast die Hälfte der Ratsmitglieder die Rechtssprechung verstanden hat: See- und Flussufer sollen freigehalten und öffentliche Begehung erleichtert werden.
Bei den Deponien und Kiesgruben konnten wir einen kleinen Fortschritt erreichen. Die heute offene Gesamtfläche wird nicht erhöht. Mit dem Kreismodell konnte festgehalten werden, dass immer nur eine Sorte einer Deponie offen ist. Dank der SP gelang es überdies, dass Standorte dort festgelegt wurden, wo sie Sinn machen, und nicht dort wo sich Gemeindevertretungen besonders lautstark zu Wort meldeten.
Immerhin Im Kapitel Gefahren wird ersichtlich, dass endlich die Klimaveränderung ernst genommen wird. Doch selbst hier bleibt vieles im Argen: Ökologisch sinnvoller und mindestens ebenso wirkungsvoll wie Hochwasserrückhaltebecken zu bauen wäre es, Fliessgewässer naturnah zu gestalten
Unsere Vision
Es zeigt sich mehr denn je, dass eine Gesamtrevision des Richtplanes angezeigt ist. Damit entfielen Doppelspurigkeiten und Widersprüche würden aufgehoben. Unsere Vision liegt in einen Richtplan mit Objektblättern. Erst dann hätten wir wirklich Rechtssicherheit und klare Erkenntnisse, worauf wir uns einlassen. Erst dann würde der Kanton nicht mehr still stehen.





